Page 11

Lippe_86_03

9 KREIS LIPPE 01 Geburtsvorbereitungskurse Um sich auf die Geburt bestmöglich vorzubereiten, können Sie entsprechende Kurse besuchen. Sie werden von Hebammen (www.hebammensuche.de), aber auch anderen Einrichtungen wie Elternschulen oder Familienbildungsstätten angeboten. In den Kursen gibt es Informationen und Übungen zur Schwangerschaft und der Geburt. Die Kurse richten sich an Schwangere und ihre Partner, aber auch speziell an Alleinstehende. Erkundigen Sie sich über die Art der Kurse und die aktuellen Termine direkt bei der Einrichtung. Informationen für allein stehende Schwangere erhalten Sie beim Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV – www. vamv.de). Persönliche Beratung und Hilfe durch erfahrene Frauen Hebammen dürfen – außer Ultraschalluntersuchungen – alle Vorsorgeuntersuchungen durchführen, die in den Mutterpass eingetragen werden: Bestimmung von Größe und Lage des Kindes, Herztonüberwachung, Blutdruckmessung, Urin- und Blutuntersuchungen, vaginale Untersuchungen und Abstriche. Stellt sie Auffälligkeiten fest oder empfiehlt eine Ultraschalluntersuchung, überweist die Hebamme Sie an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt. Familienhebammen Familienhebammen helfen Frauen und Familien, die durch ihre soziale Herkunft oder persönliche Probleme einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Zu ihnen gehören z.B. Familien mit geringem Einkommen, allein stehende Frauen, seelisch kranke Schwangere, Frauen mit Suchtproblemen oder medizinischen Risiken sowie Migrantinnen und Minderjährige. Aufgabenschwerpunkt der Familienhebammen ist die Begleitung und Beratung von Risikoschwangeren und Familien mit einem erheblichen Förderbedarf bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes. Dabei liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der psychosozialen, medizinischen Beratung und Betreuung von Risikogruppen durch aufsuchende Tätigkeit und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Berufsgruppen. Auch nach der Geburt für Sie da Nach der Geburt haben Sie bis zum zehnten Tag Anspruch auf tägliche Wochenbettbetreuung durch eine freiberufliche Hebamme. Weitere Besuche sind bis zur 8. Lebenswoche bzw. bis zum Ende der Stillzeit möglich. Zu ihren Aufgaben gehören die Kontrolle des Nabels, Untersuchung der Mutter einschließlich Überwachung und Unterstützung des Rückbildungsprozesses, Unterstützung beim Stillen und vieles mehr. Es ist empfehlenswert, möglichst frühzeitig mit einer Hebamme Kontakt aufzunehmen, um die Betreuung vor und gegebenenfalls bei sowie nach der Geburt sicherzustellen. Hebammen finden Sie in den Gelben Seiten, www. hebammensuche.de oder unter www.hebammen-nrw.de. Beratung werdender Mütter Im Beratungszentrum der Lippischen Landeskirche finden werdende Mütter verständnisvolle Gesprächspartnerinnen und -partner bei Problemen oder Konflikten während der Schwangerschaft. Gemeinsam werden Lösungen erarbeitet und Hilfen gesucht. Im Rahmen der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ kann schwangeren Frauen in Notlagen unbürokratisch geholfen werden, um ihnen die Fortsetzung der Schwangerschaft zu erleichtern. Vor allem bei der Erstausstattung des Kindes, der Weiterführung des Haushalts, bei der Wohnung und Einrichtung sowie der Betreuung des Kindes kann geholfen werden. Zuschüsse aus der Bundesstiftung können nur bei einer persönlichen finanziellen Notlage gewährt werden und sind nur zulässig, wenn die notwendige Hilfe auf andere Weise nicht oder nicht rechtzeitig möglich ist oder nicht ausreicht. Ev. Beratungszentrum der Lippischen Landeskirche Lortzingstraße 6, 32756 Detmold % 05231 9928-0 beratung@lippische-landeskirche.de


Lippe_86_03
To see the actual publication please follow the link above