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13 KREIS LIPPE 01 Zahnärztliche Früherkennung Die kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen im ersten Lebensjahr umfassen auch die Zähne: Bei der U3 berät man Sie im Hinblick auf die Mundgesundheit über eine gute Ernährung, bei der U5 über Mundhygiene und Zahn schonende Ernährung, bei der U6 über die richtige Zahnpflege. Ab dem 30. Lebensmonat bis zum 6. Lebensjahr können Sie Ihr Kind auch dreimal und vom 6. Lebensjahr bis zum 18. Lebensjahr können sich Kinder und Jugendliche dann zweimal jährlich zur Verhütung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen zahnärztlich untersuchen lassen. Zu den Untersuchungen gehören insbesondere die Inspektion der Mundhöhle, Einschätzung des Kariesrisikos, Ernährungs und Mundhygienestatus- und -beratung sowie – gegebenenfalls – die Verordnung von Fluoridierungsmitteln. Die Kosten für diese Individualprophylaxe wird von den Krankenkassen übernommen. In Schulen und Kindergärten werden gruppenprophylaktische Maßnahmen durch Prophylaxehelferinnen und/oder Zahnärzte/-ärztinnen durchgeführt. Die Teilnahme an diesen Prophylaxeprogrammen für alle Altersstufen wird Eltern dringend empfohlen, das Kariesrisiko wird dadurch nachhaltig vermindert. Exkurs: Wie schläft mein Baby gut und sicher? Der Plötzliche Säuglingstod im ersten Lebensjahr ist zwar sehr selten (Risiko in Deutschland 0,04%), aber nach wie vor medizinisch nicht sicher erklärbar. Die ermutigende Botschaft lautet jedoch: Für die Gesundheit Ihres Kindes können Sie selbst viel tun! Fürsorge, Liebe und das nötige Wissen sind das Rüstzeug, mit dem Sie die Gesundheit Ihres Kindes vom ersten Tag an stärken können. n Betten Sie Ihr Baby im ersten Lebensjahr immer auf dem Rücken (wenn es wach ist, kann es selbstverständlich auf dem Bauch liegen). n Verwenden Sie eine neue, feste, luftdurchlässige Matratze. n Ziehen Sie Ihrem Kind beim Schlafen einen Schlafsack an. Schwere Kissen, Decken, Felle, Kissen, Nestchen etc. können zu warm sein oder können durch das Kind über den Kopf gezogen werden. n Halten Sie eine Schlafzimmertemperatur von 16–18 Grad ein. Ein Baby ist weniger kälteempfindlich, als Sie denken. n Schlafen Sie – wenn möglich – nicht mit Ihrem Kind im gemeinsamen Bett, sondern legen Sie es in sein eigenes Gitterbettchen ohne erdrückende Stofftiere oder Spielsachen. n Rauchen Sie nicht. Vor allem nicht in Gegenwart Ihres Kindes bzw. in den Räumen, in denen es lebt. n Stillen Sie ihr Kind – wenn es Ihnen möglich ist – ein halbes Jahr lang ausschließlich und danach mit geeigneter Beikost bis ins zweite Lebensjahr oder solange Sie und Ihr Kind es wollen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Sie bei Beherzigung dieser Hinweise Ihr Kind wirkungsvoll schützen können.


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