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7 KREIS LIPPE 01 Als werdende Mutter dürfen und sollten Sie alle vier Wochen Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen, um sich vorsorglich untersuchen zu lassen: Sie werden beraten, auf bestimmte Krankheiten untersucht, Ihre Blutgruppe wird bestimmt, über Ultraschall die Entwicklung Ihres Kindes beobachtet. Vorsorgeuntersuchungen werden von Ärzten und Hebammen vorgenommen. Die Untersuchungen dienen ausschließlich Ihrer Gesundheit und dem Wohlergehen Ihres Kindes: So können Gefahren für die Gesundheit abgewendet, Gesundheitsstörungen rechtzeitig erkannt und entsprechende Behandlungen eingeleitet werden. Die Teilnahme an den Untersuchungen ist freiwillig, wird aber dringend in Ihrem eigenen Interesse und dem des Kindes empfohlen. Weisen die Untersuchungen auf ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit von Mutter und Kind hin, so kann eine Risikoschwangerschaft vorliegen. Damit alles gut geht, werden je nach Diagnose unterschiedliche Untersuchungen und Behandlungen notwendig, etwa eine Herztonaufzeichnung (CTG-Kardiotokographie) des Kindes. Die Häufigkeit der Vorsorgeuntersuchungen wird dann in der Regel erhöht. Das kleine Tagebuch: Der Mutterpass Zu Beginn Ihrer Schwangerschaft stellt Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Hebamme einen Mutterpass aus. Darin werden neben den Angaben zur Person die Blutgruppe, die Ergebnisse der Ultraschalluntersuchungen und andere Untersuchungsergebnisse festgehalten. Schwangere sollten den Mutterpass immer bei sich tragen – besonders dann, wenn eine Risikoschwangerschaft besteht – und zu jeder Untersuchung mitbringen. Risikoschwangerschaft Drei von vier Schwangeren stuft die Medizin heute als Risikoschwangere ein. Diese Nachricht kann die betreffende Mutter zunächst erschrecken, bedeutet sie doch, dass es während der Schwangerschaft oder Geburt zu Komplikationen kommen kann. Allerdings: Die Liste der möglichen Risiken wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt 52 Punkte erweitert. Bereits eine Frau über 35 Jahre gilt als Risikoschwangere. Fast alle Risiken können aber über ausführliche Gespräche, vorbeugende Maßnahmen und dichte Kontrollen frühzeitig erkannt, gemindert oder auch vermieden werden. Sie sind kein Grund zur steten Sorge – wohl aber für eine intensive Vorsorge. VORSORGE FÜR WERDENDE MÜTTER Gesunde neun Monate HEBAMMENHILFE Hilfe rund um Schwangerschaft und Geburt Schwangerschaft geht mit kleinen und großen Veränderungen einher, insbesondere wenn Sie Ihr erstes Kind erwarten. Rat, Hilfe und Begleitung in dieser Phase bieten Hebammen an – auch ergänzend zur Betreuung durch die Ärztin oder den Arzt. Die Kosten für die Schwangerenvorsorge durch Hebammen, für Geburtsvorbereitungskurse und – sofern die Kursleiterin zur Kassenabrechnung berechtigt ist – für die Rückbildungsgymnastik übernimmt die Krankenkasse.


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